Stimmlippenlähmungen
Elisabeth H. (48 Jahre) hat seit ihrer Schilddrüsen-OP vor einigen Wochen Probleme beim Einatmen, zudem klagt sie über Heiserkeit und mangelnde stimmliche Belastbarkeit.
Was sind die Symptome einer Stimmlippenlähmung?
Es gibt zahlreiche Erscheinungen und Symptome, je nachdem, welche Nerven betroffen sind. So können z.B. Atemprobleme, Rauigkeit oder "Hauchigkeit" der Stimme auftreten. Ebenfalls sind die Unfähigkeit zur lauten Stimmgebung und fehlende Höhe (nur tiefes Sprechen und Singen möglich) mögliche Symptome.
Was sind mögliche Ursachen?
Stimmbandlähmungen entstehen meist durch eine Schädigung der Nervenbahnen, welche die Kehlkopfmuskeln steuern. Besonders häufig ist dies eine Folge von Verletzungen oder Operationen im Hals- oder Brustkorbbereich. Entzündliche Erkrankungen können ebenfalls Auslöser sein, sowie Tumorerkrankungen oder grippale Infekte. Häufig ist nur eine der beiden Stimmlippen betroffen.
Die Heilungschancen bei Kehlkopflähmungen hängen vom Ausmaß der Nervenschädigung ab. Ist der Nerv lediglich überdehnt oder gequetscht, regeneriert er sich meist innerhalb von sechs Monaten. In dieser Zeit sind gezielte Stimmübungen im Rahmen einer Stimmtherapie sehr wichtig, um eine Rückbildung der Muskeln zu verhindern.
Ein durchtrennter Nerv ist unwiederbringlich zerstört und damit bleibt die betroffene Stimmlippe unbeweglich.
Eine lähmungsbedingte Stimmstörung muss möglichst frühzeitig und intensiv therapiert werden.



